TROUBLESHOOTING

Durch Troubleshooting zu echter Führungskompetenz

Wie wir nicht nur heil durch eine Krise kommen sondern sogar davon profitieren...

Wenn es kritisch wird, dann haben wir die Tendenz auszuweichen, alles zu zerstören, oder gar nicht zu reagieren. Klassische Programme zur Entwicklung von Führungskompetenz wirken kaum gegen unsere natürlichen Reaktionsmuster bei Stress. Mit diesen Reaktionsweisen, nehmen wir uns, wenn es eng wird, grandiose Entwicklungschancen. In drei Phasen führe ich Teams, oder Organisationen vom drohenden Desaster über die Deeskalation hin zur Entwicklung mit Mehrwert.

Mitarbeiterführung nach Kochrezept?

In unserer komplexen, schnelllebigen Zeit ist der Wunsch nach Überschaubarkeit bei der Führung von Mitarbeitern nachvollziehbar. Die Sehnsucht nach Rezepten, die den Weg aus schwierigen Situationen weisen, ist verständlich. Unter dem Titel „führungskräfteseminar“, „führungskräftetraining“ oder „führungskräfteentwicklung“ werden Fertigkeiten geschult, die Licht in das komplexe Thema der Mitarbeiterführung bringen sollen. Der Wert dieser „Manager Seminare“ zeigt sich erst nach der Schulung, wenn der Alltag wieder am Werk ist. Wie sieht es denn aus mit der praktischen Anwendbarkeit gelernter Theorie wenn es mal brenzlig wird?

Die Führungskraft steht alleine da

„Kochrezepte“ aus dem führungskräftetraining können bis zu einem gewissen Grad dabei helfen, eine übergeordnete Position einzunehmen und eine stressige Situation neu zu bewerten. Theoretische Konzepte werden jedoch den wahren Dschungel des Alltags nicht erfassen können. Das Dilemma, dass Fürungskräfteschulungen nicht die Ergebnisse liefern, die sie eigentlich bringen sollten, beschäftigt mich bereits seit Jahren. Es waren oft hervorragende Inhalte und TrainerInnen, die in einer „weiterbildung für führungskräfte“ sinnvolle Impulse lieferten. Jedoch standen die teilnehmenden Führungskräfte nach einem Jahr wieder am selben Frustrationspunkt, wie zuvor. In einem archaischen Gelage hatte das mörderische Duo „der innere Schweinehund“ und „die Alltagssau“ die Motivation, die nach dem Training noch hoch gewesen war, bis auf den letzten Knochen abgenagt.

 

 

Was bringt Troubleshooting?

Zumal also die gängigen Trainingsformate oft zu kurz greifen, und keine echte Erleichterung bzw. Weiterentwicklung auslösen, sind die Betroffenen im Falle von Krisen nach wie vor exponiert. So eine Krise kann dann wie eine Betonwand sein, an der wir uns den Kopf stoßen. Von außen betrachtet, und nur von außen sichtbar, sieht man, dass sich hinter dieser Betonmauer ein ganzes Bündel an attraktiven Möglichkeiten und Wegen verbergen, wie das Team / die Abteilung gemeinsam weiterkommen, und dazu noch an Qualität im Miteinander gewinnen kann. Mit geschultem Auge sehe ich eine Türe in dieser Betonmauer, und die dahinter liegenden Möglichkeiten: Unscheinbar ist diese Türe, aber da. Und in ihr befindet sich ein Schloss. Der Schlüssel zu diesem Schloss ist das Troubleshooting, und hinter dieser Türe dahinter liegt echte Entwicklung mit Mehrwert!

Wie funktioniert Troubleshooting?

Troubleshooting läuft in drei Phasen. Je nach Komplexität und Menge der involvierten Menschen variiert die Dauer eines Troubleshooting Prozesses zwischen wenigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten.
Diagnosephase
Die Diagnosephase ist die kürzeste Phase. In der Diagnosephase führe ich Gespräche mit der Person, die auf mich zugekommen ist, meist die Führungskraft. Wenn nötig hole ich in Dialogen noch andere Perspektiven ein. Ich mache mir eine Bild der Situation und der Zusammensetzung aller Betroffenen.

Transformationsphase
In der Transformationsphase findet die Intervention selbst statt. Widerstände und Blockaden werden sichtbar und hörbar. Einwände werden zu Vorwänden, und wahre Einwände treten hervor. Das ist so extrem wichtig, denn die Wiederstände selbst geben am meisten Information über die Entwicklungsrichtung, die in diesem System erwünscht/bzw. möglich ist. Alle Beteiligten sind anwesend und wir arbeiten uns durch von „nix geht mehr“ in Richtung „so könnte es gehen“ durch. Am Ende eines solchen Tages sind alle so richtig fertig, in jedem Fall aber sehr erleichtert, und es gibt eine gemeinsame Perspektive, die für alle schlüssig und erstrebenswert ist.
Erneuerungsphase
In der Erneuerungsphase geht es darum, dass die Erkenntnisse aus der Transformationsphase nun die weitere Geschichte des Teams schreiben. Strukturen und Abläufe dürfen umgebaut werden, um der neuen Funktionstauglichkeit zu dienen.

Für wen ist Troubleshooting geeignet

Troubleshooting hilft Teams und Organsiationen oder Organisationseinheiten wie Abteilungen, die in der Krise stecken und nicht mehr gut funktionstauglich sind. Dies zeigt sich deutlich in Situationen, wo etwas aus dem Ruder läuft und die etablierten Mechanismen nicht mehr greifen. Folgende Merkmale treten in diesen versteckt-verheißungsvollen Situationen auf:
• EntscheiderInnen sind mit ihrem Latein am Ende
• Leadership wird zu stark oder zu schwach ausgespielt
• Konflikte kochen hoch
• Sozialer „Ekel“ tritt auf
• Persönliche Betroffenheit ist hoch
• Arbeitsbeziehungen drohen zu zerbrechen
• Widerstand wächst
Teams, die in so einer verfahrenen Lage stecken, können sich oft kauf vorstellen, dass sie die schwere Zeit unbeschadet durstehen werden, geschweige dann, dass darauf auch noch ein Mehrwert zu schlagen sein könnte. Doch genau das ist der Fall!

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